Spinnerinnen Magazin

Für Naturweiber, Schamanische, Ritualfrauen, KreAktive, wissbegierige Seelen und offene Herzen. Gewobenes aus alten und neuen Zeiten, Geschichten aus der Anderswelt und schnörkellos aus dem Herzen.

No. 08 | 31. Oktober 2021 | Texte: Lina, Su, Katharina, Michèle, Dagmar, Christiane, Petra, Karin, Annette, Regula, Christine, Caroline | Lektor: Pit

Tanz der Ur-Ur-Frauen

Wir entfachen ein grosses Feuer im Wald, die Herbstsonne wärmt sanft unsere Körper, sie lässt die kühle Dunkelheit, die mit der Dämmerung hereinbrechen wird, noch nicht erahnen. Wir sind heute verabredet.

Kaum schliesse ich die Augen, sitze ich mit meiner Grossmutter auf ihrer Bank am Eingang der Ahnenallee. Wir sitzen eine Weile still nebeneinander, dann wendet sie sich zu mir hin und überreicht mir ein Geschenk. Ich bin etwas verblüfft, so prompt hätte ich jetzt nichts erwartet. Doch tatsächlich, ich habe vorhin mit einem Gedanken danach gefragt. So sitzen wir hier und sie schaut mich an mit funkelnden Augen, ihr freudiges Lächeln berührt meine Seele. Ich bin verzückt und aufgeregt. Vorsichtig öffne ich das Paket. Was wohl drin ist?

Ich brauche einen Moment, bis ich den Inhalt fassen kann. Immer deutlicher formen sich Gesichter, verzerrte, freche, bunt bemalte Grimassen vor meinem Inneren Auge. Das Geschenk sind Fratzen. Sie tanzen und wechseln freudig ihre Gestalten. Kennt ihr das Yoga Asana: Zunge raus, Blick nach oben und fauchen wie eine Löwin? >>>weiterlesen

Text: Petra Meyer
Bild: von den Spinnern der aktuellen Ausgabe

Samhain... Sind es die Schatten der alten Eichen

Ich erinnere mich nicht, waren es die Schatten der alten Eichen, rechts und links der kleinen Straße, die mich ängstigten. Waren es die gespenstigen Geschichten, die unsere Mutter uns im Herbst, beim abendlichen Löffeln der Milchsuppe, besonders gerne erzählte. Oder war es einfach nur, dass es um diese Zeit schon dunkel war. Ich weiß nur noch, dass ich mich bemüht habe, ganz vorsichtig zu gehen, so dass meine Schritte keine Geräusche machten.

Ich war zehn und in diesem Herbst war es meine Aufgabe, die Milch für unsere Familie von Bauer Bruhns zu holen. Im Sommer haben wir sie noch vom Bauern direkt neben der kleinen Kreuzung geholt. Irgendwas war dann gewesen, was ich nicht wirklich verstanden habe und jetzt waren es die Kühe von Bauer Bruhns, die für uns gemolken wurden. >>>weiterlesen

Text und Bild: Christiane Holsten

Tief durchatmen, es ist Skorpionzeit!

Astrologisch läuft die Sonne vom 23. Oktober bis zum 22. November durch das Tierkreiszeichen Skorpion. Draussen in der Natur werden die Nächte länger, es wird kalt und feucht, Nebel steigt auf. Die Blätter welken und fallen von den Bäumen, es wird nasskalt und ungemütlich, so dass wir zunehmend mehr Zeit im Innern unserer Häuser und Wohnungen verbringen. Mit der trüben Novemberzeit beginnt die dunkelste Zeit des Jahres.

Die Sonne, das Licht unserer Aufmerksamkeit, fällt auf die Qualitäten, die dem Skorpion zugeordnet sind und seine Themen fangen an in uns zu wirken. Wir werden dazu aufgefordert, uns nach innen zu wenden und uns auf einen radikalen, emotionalen Veränderungsprozess einzulassen. Es ist die Zeit der Transformation, der grundlegenden Verwandlung, die alles Überflüssige absterben und nur den Kern übriglässt. Es geht um Tiefgründigkeit, das Loslassen, unsere Themen zu >>>weiterlesen

Text: Karin Hangartner
Schichtbild: Annette Roemer und Glauco Gianoglio, WikiImages auf Pixabay

Die Verwandlung

Diese Geschichte entstand nach einer Schwitzhüttenzeremonie im November 2011. Zehn Jahre später habe ich sie durch einen Zufall wieder ausgegraben und ihr ein neues, freudigeres Ende gegeben – oder sagen wir: einen neuen Anfang am Ende?

Das ist die Geschichte von Moira. Von Moira, der alten Mutter, deren Träume alles ins Leben rufen. Oder die Geschichte von Maria, der Erdmutter, wie sie sich auch nennt. Oder von Holle. Oder Gaia, oder Rhea, oder Hathor … Ach, sie hat so viele Namen, dass es ihr eigentlich egal ist, wie man sie ruft. Ihr ist es sogar egal, ob wir sie vergessen oder nicht. Sie ist die Einzige, die immer existiert – egal ob wir Menschen uns an sie erinnern oder nicht. Oder ob wir Menschen weiterleben oder nicht. Sie ist da. Nur vergisst sie das hin und wieder sogar selbst. Sie reflektiert nicht über sich und andere und sie urteilt nicht, wie wir Menschen das so gerne über uns und andere tun. Sie existiert einfach. Und sie fühlt; ja, das tut sie! Und zwar sehr intensiv. >>>weiterlesen

Text und Illustration: Dagmar Steigenberger
Foto: Alexander Antropov, Pixabay

Über Spüren, Wissen und den Beifuss

Ich wollte eigentlich über den Tod schreiben, über Begegnungen, die ich schon haben dufte. Neulich ist mir der Tod aber wieder etwas zu nahegekommen und mir wurde klar, dass ich gerade eine Pause brauche. Als ich zur Aufbahrung ging, wuchs auf einem Grab Beifuss, viel Beifuss… Er nickte mir zu und ich wusste, so soll es sein.

Der Tod kann warten, still und geduldig, so wie er es meistens tut.

Es soll der Beifuss sein, über den ich schreibe, mein Bauch hatte gesprochen.
Beifuss, Una, die letzte Pflanze, die laut keltischem Sammelkalender gesammelt werden darf. Dann ist Schicht im Schacht und unsere grünen Freunde haben sich ihre Winterpause verdient. Wozu er verwendet werden kann, sei es als Ritual, Räucher- oder als Frauenpflanze, wissen die meisten. Er ist nicht grundlos seit der Steinzeit eine DER Pflanzen – und nicht grundlos eine meiner Lieblingspflanzen (aber sagts den anderen nicht). Er kann aber noch mehr, seine Blütenessenz gilt als Essenz der Öffnung, Intuition… >>>>weiterlesen

Text und Foto: Lina Engler

Ein friedliches Tänzchen mit Herrn Tod

Ich hab mich immer wieder mit dem Thema Tod auseinandergesetzt.

Zum ersten Mal begegnete mir der Tod mit 12 Jahren, als meine Oma starb, dann in einem Pflegeheim und dann ganz nahe, als einer meiner Herzensfreunde bei einem Autounfall ums Leben kam.

Sie hinterließen so vieles, vor allem Liebe und den positiven Zugang zum Tod.

Ich sah, wie die Menschen im Pflegeheim friedlich einschliefen, so wie die Ente im Buch, „Ente, Tod und Tulpe“ von Wolf Erlbruch. Im Buch wird die Ente vom Tod ganz sanft ins Wasser gelegt und mit einer Tulpe dem Totenreich übergeben.
Mein Sohn fragte in einem gewissen Alter nach dem Tod und ich versuchte, es ihm anhand dieses Buches zu erklären… >>>weiterlesen

Text und Bilder: Su Albrecht – die Bootschafterin

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Wacholder, Juniperua communis, der Weihrauch der Alpen

Er wächst ab etwa 1500 Metern über Meer und wird auch Weihrauchbaum, Kranewittbaum, Rechholder, Gichtbaum und „Leakatotaus“ genannt.

Wacholder wirkt nierenanregend, magenstärkend, entgiftend, blutreinigend und schleimlösend und vor allem stark desinfizierend und keimtötend.

Er ist die Pflanze für Anfang und Ende. Immer schon wurde mit Wacholder geräuchert, bei Geburten und Sterbefällen, beim Einzug in ein neues Haus, auf den Alpen beim Kommen und beim Gehen. Sennkessel und Butterfässer wurden mit Wacholder gereinigt. Wie vor dem Holunder wurde vor dem Wachholder der Hut gezogen.

Wacholdertee wird immer dann zubereitet, wenn besonders gefährliche Arbeiten anstehen, wie das Aufrichten von Häusern und das Dachdecken, beim Holzen, beim Heimholen von Bergheu und auch beim Begegnen mit den eigenen Ängsten.

Wachholder ist eine grosse Kraft- und Schutzpflanze. Er hilft uns Menschen, unsere Ahnungen ernst zu nehmen. Er kennt sich mit den unsichtbaren, im Nebel liegenden Dingen aus.

Familiengeschichten und viele Generationen alte Überzeugungen sind sein Gebiet. Es kommt jetzt die Zeit, Geschichten zu sammeln, den alten Menschen zuzuhören und ihre Lebensweisheiten gut aufzubewahren. >>>weiterlesen

Text: Katharina Waibel
Foto: Ojkumena – Pixabay

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meine neue geschichte fängt an

lebt – sie ist hier ich lebe sie bereits – was kann ich sagen – es ist an der zeit – was kommt kommt – was geht geht – die sonne scheint und ich weiß bescheid – wie sieht meine neue geschichte aus wie entwickelt sie sich – langsam sage ich bescheid was geschieht – es ist ein wunder das sich entfaltet – hast du alles gesehen – hast du alles gehört – niemand wird dir glauben wenn du das entfaltest was du bist – ein schmetterling ein bild eine blume – auch du hast potenzial – was geschieht – es kann nicht sein und doch geschieht was geschehen muss – halt ein geh weiter hör nicht auf du wirst es finden und kannst nie mehr zurück – du hast keine erwartung und bist doch nicht allein – es ist verheerend so allein zu sein – was spuckt das feuer auf deinen teich du hast gegessen des frosches laich – doch sehe ich sonnen in blutrot und schwarz  >>>weiterlesen

Text: Caroline Noack
Foto: Free-Photos, Pixabay

aus dem automatischen Schreiben

Sheela-na-gig

…und sie empfing den letzten ihrer Liebhaber…

Alle Darstellungen der Sheela-na-Gig ähneln einander sehr. Sie zeigen eine nackte, alte Frau, die der Welt ihr Tor entgegenhält. Von irischen Nonnen wurden Sheela-na-gig-Schnitzereien zur Verzierung der Eingangstüren an Klöstern oder an den Außenwänden von Kirchen angebracht, damit sie dort zur Abwehr des Bösen, des Teufels, schlechter Geister >>>weiterlesen

Text: Katharina Waibel
Sheela-na-gig: Nina Paley
Foto: Bruno Germany Pixabay

Herbstwind

Klärender, reinigender Luftbringer.
Träger von Stimmen und Düften.
Herbstbote.

Du lässt Wolken ziehen und Blätter fallen.
Verwirbelst Gedanken und schaffst freien Raum.
Du berührst mit deiner Anwesenheit.
Streifst ab was nicht mehr soll.
Bist Rücken- und Gegenwind zugleich.
Antreibende Kraft.

Du lässt Bäume rauschend erzählen.
Hingebungsvoll lassen sie dich walten,
wissend um die baldige ruhevolle Einkehr in den Winter.

Wir müssen dir nur zuhören
und erkennen die Aufforderung zum Vorwärtsgehen.
Du vermagst unsere Lebensräder in Bewegung setzen.
Auf unserer Reise zum klaren Sein.

Gedicht: Michèle Graf
Illustration: Comfreak Pixabay 

>>>zum Gedicht

Das wilde Tal

„Schreibe, als wäre deine Haut das Papier – du hast sie vom Baum gepflückt und kleine Knochen hineingewoben. Der Sommerbach hat dich in deine Zugehörigkeit getauft und im Herbstgewitter hast du deine Erde und die deiner Ahnen bestätigt.“

Aus einem Traum heraus bleiben diese Sätze zurück. Wir sind gerade erst von unserer Reise zurückgekommen und ich habe gar keine Muße und Zeit, irgendetwas zu schreiben. Dieser Satz löst sich auf, bevor ich ihn zu Ende gedacht habe… >>>weiterlesen

Text: Christine Kostritza
Fotos: Christine Kostritza, Fuchs – Free-Photos auf Pixabay


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Jetzt. und jetzt?

Vor sieben Jahren habe ich vier Figurenpaare modelliert. Nicht sehr gross, vielleicht nur 30 cm. Alle aus dem gleichen dunkelroten, eisenhaltigen Ton. Von jedem Paar habe ich jeweils eine Figur feucht eingepackt und die andere trocknen lassen und gebrannt. Mit dem vielen Eisen im Ton sind diese Figuren schwarz aus dem Ofen gekommen.
Die noch feuchte, rote Figur konnte sich der schwarzen, gebrannten Figur wieder anschmiegen. So hab ich diese vier Figurenpaare der Natur geschenkt >>>weiterlesen

Text und Foto: ReGUla Kaeser-Bonanomi

Eine Geschichte über Geschichten

„Jeder Mensch hat eine Geschichte seines Herzens – glücklich ist der, der sie kennt.“

So heißt es in einem alten Berber-Märchen, das der Geschichtenerzähler Tahir Shah als Aufhänger für einen Roman genommen hat: „Der glücklichste Mensch der Welt“. Zu dem wird der Held erst am Ende, als er auf der Suche nach „seiner“ Geschichte durch die ganze arabische Welt gereist ist und endlich auf jemanden stößt, der ihm genau diese Geschichte erzählt.

Die größte Chance, dieses Glück zu finden, müssten wir eigentlich im Winter haben. Dann, wenn die Nacht früh hereinbricht, die dunklen Abende lang sind und das spärliche >>>weiterlesen

Text: Dagmar Steigenberger
Schichtbild: Annette Roemer und Fotos von Comfreak, Pixabay


sei dabei und zeig dich bei den FRauenfäden

Du, bei den Frauenfäden, deine Seminare, Visionssuchen, Workshops, Trommelkreise und Schätze.
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