Das P-WORT

Ich kann das P-WORT echt nicht mehr hören!

Das Gesetz der Aufmerksamkeit und Energie: Worauf ich meine Aufmerksamkeit setze, das wird mir begegnen. Wenn ich zum Beispiel Hunger habe und mich nach Essen sehne, werde ich plötzlich überall Esswaren und essende Menschen sehen. Kennt jeder.
Oder, wenn ich den lieben langen Tag über unfreundliche Menschen oder rücksichtslose Autofahrer schimpfe, dann werde ich mit ziemlicher Sicherheit der Unfreundlichkeit oder den rücksichtslosen Autofahrern begegnen. Denn dort fließt ja meine Energie und Aufmerksamkeit hin.

Deswegen mag ich das P-WORT nicht mehr hören. Denn ich will ihm meine Aufmerksamkeit nicht mehr schenken. Es ist ein über Jahrtausende währendes System. Systeme lassen sich nicht einfach von heute auf morgen zerschlagen. So alte schon gleich mal gar nicht.

Und – Kritik verändert doch nichts.

Auch Männer stecken in diesem System und ich kenne keinen Mann, der glücklich damit ist. Und doch schwingt mit der Kritik auch immer eine Kritik gegen den Mann, gegen die Männlichkeit mit.

Was bewirkt denn diese Kritik? – Verletzung, Scham, Wut und Trotz. Unterschiedliche, ganz menschliche Reaktionen. Einen Wandel, von dem alle Welt spricht und sich wünscht, bewirkt das ganz sicher nicht. Also lasst uns aufhören zu schimpfen. Lasst uns Wege finden, um in die Veränderung zu gehen.

Die meisten Menschen wissen, was sie nicht wollen. Das können sie ganz klar benennen. Das ist einfach. – Drehen wir die Frage doch mal um. Was willst du? Was wünscht du dir?

Lasst uns doch einfach mal darüber reden, was wir uns wünschen, was wir gern verändern wollen – ohne über das herzuziehen, was jetzt gerade ist und über das, was in uns allen steckt, mit dem wir groß wurden und in dem wir leben – seit vielen, vielen Generationen schon und das wir deshalb auch nicht mal eben so einfach abschütteln können.

Lasst es uns leben und zeigen.

Lasst uns dem Matriarchat wieder mehr Kraft und Energie schenken. Lasst es uns unseren Kindern vorleben. Lasst uns Menschen, Frauen und Männer wieder in die Selbstverbindung finden und damit auch Verbindung zu anderen, unserer Umwelt und unserer Natur möglich machen.

Lasst uns heil werden.

Ich kann das P-WORT nicht mehr hören. Ich schenke ihm keine Aufmerksamkeit mehr. Ich schenke meine Energie und Aufmerksamkeit dem Wandel. Aufmerksamkeit auf das, was ich mir wünsche und Energie in die Veränderung.

Autorin und Foto: Tamara Waldmann-Weißgerber

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Christine

    Hallo Tamara. Als ich deinen Text zum ersten Mal gelesen habe, habe ich erst einmal nachgedacht.
    Wieviel Patriarchat fließt eigentlich durch meine Adern?
    Da kam einiges zusammen im Rückblick auf mein Leben. Ausbeuterisch, manipulierend rechthaberisch, konkurrierend, polarisierend….
    Mein Schattenkabinett ist munter und so wie du sagst: ich bin damit aufgewachsen.
    Meine matriarchalen Wurzeln und ihre Entdeckung sind jüngeren Datums. Meine Wut, die sich in diesem Entdecken ansammelte und raus musste, tat mir gut. Und tut es immer noch.
    Und es geht mich im besten Sinne nichts an, wie und was Männer machen. Ihre Not usw. kann ich nicht denken und nicht fühlen.
    Dein Text ist so ein klares Statement für Verständigung und Verantwortung und eine kraftvolle Einladung an die Aufmerksamkeit. Ich komme also um mich nicht herum. Gut so !