♉️ Sternzeichen Stier – 21. April bis 20. Mai
Das Tierkreiszeichen Stier würde ich ja am liebsten umtaufen in „Kuh“. Unter Landwirten ist das weibliche Rind nämlich für gewöhnlich das wertvollere. Klar, die Kuh gibt Milch und gebiert Nachwuchs, der Stier nicht. In den Mythen der Urvölker wimmelt es von Kuhgottheiten, die die Welt gebären und sie mit ihrer Milch nähren. Die ägyptische Hathor mit ihren Kuhhörnern, die kuhäugige Hera … oder die germanische Urkuh Audhumbla, die den Urriesen Ymir mit ihrer Milch nährte, den ersten Menschen mit ihrer warmen Zunge aus dem Eis auftaute und deren Name „milchreines Glück“ bedeutet.
Das Sternbild „Stier“, dessen Hörner die Milchstraße berühren und dessen Nachbar die Plejaden sind (auch „Siebengestirn“ genannt), war schon den Sumerern bekannt und von zentraler Bedeutung: An der Dicke der zunehmenden Mondsichel, wie sie nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche an den Plejaden vorbei zog, erkannten die Sterndeuter, ob man in diesem Jahr einen Schalt-Monat einbauen musste oder nicht. Und wenn die Sonne durchs Sternbild Stier wanderte, war das Gras im Wonnemonat Mai (wuni bedeutet im Althochdeutschen „Weide“) schon wieder so weit gewachsen, dass die Kühe endlich wieder auf die Weide getrieben werden können. Und nicht nur das grüne Gras … die Natur blüht und duftet um diese Zeit in den üppigsten Farben, Formen und Gerüchen. Im Germanischen bedeutet die Rune Fehu ᚠ nicht nur „Vieh“, sondern noch viel mehr: Wohlstand, Reichtum, Besitz. Denn je mehr Fehu die Menschen besaßen, umso mehr von diesen drei Dingen konnten sie generieren.
Wenn man den Kühen heutzutage ihre Hörner nimmt, um noch mehr von ihnen auf begrenztem Raum halten zu können, nimmt man ihnen und unserer Kultur nicht nur ein geschichtsträchtiges Symbol. Man nimmt den Rindern eine Möglichkeit der Kommunikation untereinander und außerdem hervorragende körpereigene Klimaanlagen, die sie ja eigentlich gerade zukunftsfähig machen würden angesichts des Klimawandels. Hörner leiten Hitze ab; deshalb sind die Hörner von afrikanischen Steppentieren wie dem Watussi-Rind oder der Elenantilope auch die längsten der Welt.
Autorin und Zeichnerin: Dagmar Steigenberger
Zwölf Sternzeichen
Die Astrologie ist eine ziemlich bodenständige Sache, finde ich. Denn eigentlich markieren die Sternzeichen verschiedene Stadien im Jahreszyklus der Natur. Die Babylonier haben diese Parallelen zwischen Sternenhimmel und Naturgeschehen als erste aufgezeichnet. Später ergänzten die Griechen die Deutungen um ihre südeuropäische Sichtweise.

Setzt den Kühen wieder Hörner auf!
Der Monat Mai steht im Zeichen der Kuh. Nein, im Zeichen des Stieres, denn als vor
Mond- und Sternenmagie ... alltagstauglich und schwellenwirksam gibt's bei uns im Lädeli
-
Set – Sternzeichen Karten
- CHF 36.00
-
Mondrad & Handbuch (astrologisch)
- CHF 365.00
-
Jahreskreis der Tiere
- CHF 5.20






