♍️ Sternzeichen Jungfrau – 24. August bis 23. September
Das zweitgrößte Sternbild am Himmel assoziierten die Babylonier mit einer liegenden Frau, der Göttin Šala („Kornähre“). Das Erscheinen dieses riesigen Sternbildes mit dem markanten Stern Spica (lateinisch für Ähre) frühmorgens am östlichen Horizont zeigte den Bauern die nahende Ernte an. Bei den Griechen wurde aus der Šala die Acker-Göttin Demeter, die für Fruchtbarkeit und Ernte zuständig war und übersetzt „Mutter Erde“ heißt. Das Sternbild jedoch widmeten die Griechen Demeters Tochter Persephone: Nachdem Hades ihre Tochter geraubt hatte, war Demeter so verzweifelt, dass sie ihre Pflichten vergaß. Auf Missernten folgten Hungersnöte, sodass der Göttervater Zeus schließlich eingriff und Persephones Schicksal immerhin abmildern konnte: Fortan sollte sie nur die Hälfte des Jahres bei Hades in der Unterwelt verbringen, die andere Hälfte durfte sie wieder zu ihrer Mutter in den Olymp.
Dieser Mythos symbolisiert auf wunderschöne Weise das Werden und Vergehen in der Natur: Im Herbst und Winter zieht sich die Lebenskraft der Pflanzen tatsächlich in die Unterwelt zurück, während sie im Frühling und Sommer dem Himmel entgegen wachsen.
Als Frauen die Landwirtschaft erfanden
Pflanzen waren schon immer eine wichtige Nahrungsquelle für uns Menschen; vor 9000 Jahren wurden sie zentral für unsere Ernährung. Die Landwirtschaft begann ihren Siegeszug vom Orient nach Europa, und damit wurde es auch immer wichtiger, die Saat- und Erntezeiten voraussagen zu können. Damit ist die Jungfrau eines der wichtigsten Sternbilder im Tierkreis. Mit dem Eintreten der Sonne in dieses Zeichen startet die Ernte, weshalb man die Jungfrau Persephone eigentlich als enge Verwandte der keltisch-germanischen Schnitterin bezeichnen könnte. Spannend, dass in all diesen Ernte-Mythen Frauen die Hauptrolle spielen … so wie es laut Archäologie wohl einst auch die Frauen waren, die die Landwirtschaft erfunden und praktiziert haben.
Die Qualitäten des Sternzeichens Jungfrau
Die Arbeiten, die mit der Ernte anfallen, haben der Jungfrau auch zu den Qualitäten verholfen, die ihr nachgesagt werden: fleißig, ordnend, vernünftig und maßvoll. So sorgt sie dafür, dass die Feldfrüchte auch wirklich bis über die harte Winterzeit reichen. Dass ihr auch ein Faible für die Gesundheit nachgesagt wird, verwundert mich nicht. Nach der Völlerei in der Löwe-Zeit hatten die Menschen im Frühherbst wahrscheinlich vermehrt mit den Folgen von zuviel Fruchtzucker und den ersten vergorenen Früchten zu kämpfen, die ihnen Bauchschmerzen bereiteten. Gut also, dass auch der Frauendreißiger exakt in die Jungfrau-Zeit fällt: vier Wochen, in denen die sommerlichen Heilkräuter ihre volle Kraft entfalten und deshalb dringend als Medizin geerntet werden müssen – für den Winter, aber sicher auch für Verstimmungen im Magen-Darm-Bereich.
Autorin und Zeichnerin: Dagmar Steigenberger
Zwölf Sternzeichen
Die Astrologie ist eine ziemlich bodenständige Sache, finde ich. Denn eigentlich markieren die Sternzeichen verschiedene Stadien im Jahreszyklus der Natur. Die Babylonier haben diese Parallelen zwischen Sternenhimmel und Naturgeschehen als erste aufgezeichnet. Später ergänzten die Griechen die Deutungen um ihre südeuropäische Sichtweise.
Mond- und Sternenmagie ... alltagstauglich und schwellenwirksam gibt's bei uns im Lädeli
-
Set – Sternzeichen Karten
- CHF 36.00
-
Mondrad & Handbuch (astrologisch)
- CHF 365.00
-
Jahreskreis der Tiere
- CHF 5.20






