Spinnerinnen Magazin

Das NEUE Online-Magazin "Die Spinnerinnen"
Quelle und Inspiration für schamanisch Interessierte, Naturweiber, Ritualfrauen und offene Köpfe. Texte aus alten und neuen Zeiten, Geschichten aus der Anderswelt und direkt aus dem Herzen.

No. 01 | Datum: 21. Dezember 2020 | Layout: Annette Roemer | Kategorie: Ziitig | Kommentare: wir hoffen auf viele | www.spinnerinnen.ch

Die Spinnerinnen - Ein Netz entsteht

Das Netz. – Es hat unendlich viele Knotenpunkte und Verbindungen, es hat Struktur und Stabilität – und Geheimnisse.

Das Netz, das wir Spinnerinnen mit dieser Website knüpfen, ist eine Bühne, ein Zirkustrapez. Schwingen wir uns in die Höhe – wer weiss wohin!

Eine Bühne, auf der wir Spinnerinnen uns ausprobieren, zeigen, forschen, pirschen, erAhntes und Wissen preisgeben.

Der Kreis ist die Lehrerin. Wir begegneten uns im Kreis am Feuer von Susann Belz und begegneten uns immer wieder. Durch den Kreis potenzieren wir unsere Liebe, unsere Kräfte – für uns, für das grosse Ganze.

In vielen meiner Reisen mit der Absicht, zu erforschen, was meine Seelenaufgabe ist, bekam ich als Antwort, ich solle einen Ritualplatz richten, ein grosses Netz spinnen. Ich richtete und schmückte einen Platz in meinem Garten, ich spann und webte ein grosses Netz über den Platz, aber meine Spirits wollten mehr. Ich verstand nicht, was ich sonst noch alles tun sollte dabei lag es vor mir.

Ich bin Gestalterin für Print und Webdesign. Die Idee für eine gemeinsame Plattform im Internetz schlich sich an und nistete sich in meinem Herzen ein.

Und eines Tages war das Bild da: Der Platz, den ich bereiten kann, ist die Spinnerinnen-Webseite, auf der wir uns treffen, austauschen und uns zeigen! Hier können wir uns verbinden, verweben, verknüpfen – in jedem Sinne.

Und nun sind wir hier: im Netz der ungebremsten  Möglichkeiten, auf dieser Bühne, wo wir uns Austauschen, Zeigen, Neues aushecken und Rumspinnen.

Es gibt die Spinnerinnen, die diesem Netz ein Gesicht und eine Seele geben – und es gibt euch.

Ihr kommt hierher,  lasst euch auf unsere Geschichten und das gesammelte Wissen ein.

Gleichzeitig bietet sich für euch die Möglichkeit, eigene Aktivitäten vorzustellen, Termine von Veranstaltungen zu teilen und vieles mehr.

Wir Spinnerinnen stehen noch am Anfang und sind gewiss, zusammen mit euch diese Plattform zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs zu machen.

Es belebt mich, Neues zu beginnen, Altes zusammenzutragen, Menschen zu vernetzen!

Text: Annette Roemer

Es wirbelt im Spiralnebel der Galaxien

Rechtzeitig zur grossen Jupiter/Saturn-Konjunktion am Nachthimmel auf 0° Wasserfrau am magischen Tag der Wintersonnwende spinnen die 6 Spinnerinnen ihr grosses Netz – die Spinnerinnen-Webseite ist geboren.

Altes und Neues
Traum und Wirklichkeit
weise Alte und Närrin
Licht und Dunkelheit
neue Technik und altes Handwerk
alte Geschichten und Utopien
Spinnertes und Weises

Das alles wirbelt im Spiralnebel der Galaxien, wird von den Spinnerinnen gespürt, erahnt, in Spinnmuster übersetzt und ins Inter-Netz übertragen und landet – bei euch.

Am 22. Dezember umarmt Lilith Uranus im Stier. Als freie, weibliche, zyklische, unabhängige Frauenpower hat sie ihren Teil ins Netzwerkprojekt eingewebt.
Könnte es bessere Hebammen für das Spinnerinnenprojekt geben?

Also sind wir da. Heute. Hier. Hurra

Text: Karin Hangartner

Dunkler wird es nicht

Die Träume sind ruhiger, klarer und reicher geworden. Im Höhenflug des Verstehens war jegliche Störung, jegliche Veränderung unerwünscht.

So könnte es bleiben, erst einmal – meine unermüdlichen Bemühungen rechtfertigen das Festhalten-Wollen.  Winterruhe, Feuerglanz und Lichtgespinste.  Wäre da nicht eine schwache Erinnerung an eine ungebetene Höhlenbesucherin. Mit einer heftigen Windböe kam sie hereingesaust, bunt-flatternde Gewänder, Haare wie ein zerzaustes Vogelnest und ein übles Kraut rauchend. Außer mir war niemand überrascht, fast so, als würde nur ich sie wahrnehmen.

Frei war sie, scherte sich um nichts, hockte sich einfach ans Feuer. Ihr Blick war feurig, wissend und herausfordernd zugleich. „Eine gute Geschichte musst du tanzen können. In den Knochen aufspüren, mit den Knochen schreiben.“  Dann war sie weg!

Ich hüllte mich wieder in meine neuen Einsichten, in meine Klugheit und erhoffte Weisheit. Das Ende des Jahres mit seinen magischen Nächten stand bevor und wie immer war meine Vorfreude groß und voller Erwartungen.

Noch einmal träumen, bevor ich morgen die Höhle verlasse.

„Es ist so weit, sie hat uns schon lange gerufen – der nächste Sturm ist unser“, riefen sich die Alten zu und zogen ihre Knochenrasseln aus den unergründlichen Manteltaschen. Dann brausten sie los, der Sturm nahm alles mit, was nicht fest verankert war und mit ihrem vielseitigen Ruf – DUNKLER WIRD ES NICHT– rauschten sie heran. Das Feuer erlosch beim ersten Windstoß, das Erwachen war wie einziger Donnerschlag!

„Du hast uns gerufen, jetzt sind wir gekommen ein wilder Flug beginnt jetzt!“

„Ich habe euch nicht gerufen, ganz im Gegenteil, vielleicht habt ihr euch geirrt?“

„Oh doch, schon lange rufst du uns mit deinem Zorn der Anpassung, mit deinen wilden Träumen, mit deiner Angst vor Mächtigkeit. – eine Knochenrassel zu besitzen ist ein wilder Ruf; das Schwarz  zu lieben fordert deine Wahrhaftigkeit heraus.“

„Schwärze dein Gesicht mit Asche, nimm deine Rassel, mehr brauchst du nicht!“  >>> weiterlesen

Text: Christine Kostritza

Von Rauhnächten, Wölfen und Trickstern

Das erste Mal begegnete mir der schwarze Wolf in den Rauhnächten 2007/2008.

Ich lebte damals wie eine Schildkröte in einer Einsiedlerwohnung am Balgrist in Zürich, gleich neben dem Wehrenbachtobel, wo ich viel Zeit verbrachte. Dazwischen lag die Forchstrasse, eine breite, laute Einfallsstrasse nach Zürich. Von der Forchstrasse ins Tobel sind es keine 70 Meter, aber es ist ein Wechsel in eine andere Welt. Vom Lärm der Stadt abgeschirmt, immer ein paar Grad kühler und schattiger, das Plätschern des Baches, das Atmen der Bäume… Stadt und Natur unmittelbar nebeneinander wie zwei Parallelwelten, und ich, quasi auf der Schwelle, wie die Hagazussa, die Zaunreiterin, die mit einem Bein in der Wildnis und mit dem anderen in der Zivilisation steht.

Ich war also allein zu Hause, in meinem Schildkrötenpanzer, und ich war einsam.

In den Rauhnächten wird Bilanz gezogen über das vergangene Jahr, und was unfertig ist oder in Schieflage, kommt jetzt unausweichlich aufs Tapet. Bist du mit dir im Reinen? Kannst du für dich und die Deinen sorgen? Weisst du, wie man heil durchs Chaos dieser ungeregelten Zeit zwischen den Zeiten steuert? Erträgst du die Stille dieser Tage? Fällt dir alles ein, was du im alten Jahr hättest tun wollen/sollen und nicht getan hast? Oder hast du so viel getan, dass dir jetzt die Stille und Leere unerträglich sind, in der du dir selbst begegnen musst? Ich war mitten in diesem Strudel, der am Silvester seinen Höhepunkt erreichte:

Tagebucheintrag vom 31. 12. 2007:

«Gestern legte ich ein Anis-Chräbeli ins Fenster und bat Frau Percht um einen Traum.  >>> weiterlesen

Text: Elisabeth Rolli
Bilder: Valentin Salja unsplash

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Spinnerinnen Taufe

Spinnerinnen-Taufe 2020-12-21 - 19:00
Der Rabe
Seine Medizin ist die Magie. Als Botschafter fliegt er zwischen den Welten und ist der Hüter der Weisheit und uralter Geheimnisse. Wo immer ein Heilkreis entstehen soll, ist der Rabe anwesend. Zeichnung & Text: Iris Käufer

Nacht

Sterne leuchten
im unendlich weiten Universum
einzelne Blitzlichter
verbunden in wunderbare
richtungsweisende Bilder
mit ihrer unglaublich grossen Symbolkraft
Gedanken die aufblitzen
und sich verweben
zu phantasievollen Mustern
und in ihnen das leise erkennen –

Alles fügt sich
zusammen sind wir eins

Es riecht nach Winter
und nasser Erde
die Dunkelheit umhüllt mich
wie ein Mantel
in ihrem Schutz
wandle ich unter den Sternen –

Alles fügt sich
zusammen sind wir eins

Weberin: Barbara Fehlmann

Das Sonnensymbol ist eines von vielen Felsritzungen in Südschweden aus der Bronze-und Jungsteinzeit. Es kann auch als Symbol für den Tag-Nacht-Zyklus sowie den Zyklus der Jahreszeiten interpretiert werden. Lassen wir uns überraschen, wohin uns die Frauen durch den Jahreskreis drehen werden.

JA!
Ich möchte meine Termine bei euch eintragen

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In den Rauhnächten tanzen die Energien

Alle Farben des Lebens kommen in den Schüttelbecher, und wenn sich im Januar der Staub gesenkt hat, wird das Gewebe des neuen Jahres sichtbar.

Um gut durch diese polternde Zeit zu kommen hier noch ein paar praktische Tipps:

  • Räuchern ist allemal gut, aber vor allem Düfte, besonders Weihnachtsdüfte, verzaubern die Lüfte!
  • Orakeln, wer mutig ist und es wissen will
  • Träumen. Und die Träume erinnern / aufschreiben / damit arbeiten
  • Einen goldenen Teller auftischen für die dreizehnte Fee, damit auch sie ihren Platz an der Tafelrunde hat
  • Frau Percht mag weisse Speisen auf dem Fenstersims, wenn sie mit der wilden Jagd vorbeizieht
  • Wenn’s mal etwas Pathos sein darf: Das luzide Requiem von Fauré hören, das weit über den Tod hinaus ins Licht segelt
  • Kerzenlicht. Viel Kerzenlicht!
  • Und, wenn gar nichts mehr geht, hier mein Filmtipp:
    «Die Hüter des Lichts» von Dreamworks. Unter dem Hollywood-Zuckerguss wird alles gesagt, was es zum Thema Licht und Dunkelheit, Verdrängung und Depression, Übermut und Verantwortung, und der heiligen Kraft des Tricksters gegen Angst und Erstarrung zu sagen gibt.
Tipps: Elisabeth Rolli

zu guter Letzt

Das Spinnerinnen-Magazin erscheint immer zu den Jahreskreisfesten: 
Imbolc – 2. Februar  |  Ostara – 21. März – Frühjahrgleiche |  Beltane – 30. April |  Litha – 21. Juni – Sommersonnwende | Lammas – 2. August |  Mabon – 23. September – Herbstgleiche |  Samhain – 31. Oktober |  Yule – 21. Dezember – Wintersonnwende

zu guter Letzt | wenn der Wind gut steht & und die Spinnen munter sind, wird das Netz ausgebaut |  danke, dass du uns ins Netz gegangen bist