Spinnerinnen Magazin

Quelle und Inspiration für schamanisch Interessierte, Naturweiber, Ritualfrauen und offene Köpfe. Gewobenes aus alten und neuen Zeiten, Geschichten aus der Anderswelt und direkt aus dem Herzen

No. 03 | Datum: 20. März 2021 | Layout: Annette Roemer | Kategorie: Ziitig | Kommentare: wir freuen uns auf den Austausch mit euch

Die nicht auf 13 zählen kann schreckt hoch!

Schon wieder dieser Traum vom Schnee, schon wieder steckt sie in ihm fest, schon wieder kommt sie nicht voran!

Am liebsten würde sie in ein Land ziehen, in dem es niemals schneit und noch wichtiger, in dem es die Zahl 13 nicht gibt. Seit sie zählen kann klappt es nicht – es geht munter bis 12 und dann geht es los: stottern, Schluckauf, Hustenanfälle, Ohrensausen, weiche Knie, und wenn es ganz schlimm wird fällt sie in Ohnmacht.

Sie hat probiert, rückwärts zu zählen, dabei zu springen, ganz, ganz langsam zu sprechen, zu reimen, zu singen… Nichts, aber auch wirklich NICHTS hat geklappt. Bei 14 ist der Spuk dann wieder vorbei und diese störrische 13 hat sich in Luft aufgelöst. Als wäre sie nie da gewesen, als wäre sie ein Kinderspiel, als wäre es das Normalste von der Welt, dass sie haargenau zwischen der 12 und der 14 platziert ist.

Die nicht auf 13 zählen kann ist schon ihr ganzes Leben lang bestimmt von diesem Makel, obwohl es fast niemanden auffällt, geschweige denn, dass jemand davon weiß.

Trotzdem, Die nicht auf 13 zählen kann ist gefangen in einem Gespinst aus Lügengeschichten, Tricksereien, Fluchtplänen und diesem grausamen Gefühl, dass sie NIE dazugehören wird, NIE!

Gruppen meidet sie so gut es geht – das klappt leider nicht immer und dann wird es ganz schnell eng, sie ist wie eingewoben in ihre Angst, dass ES rauskommt. >>>weiterlesen

Text: Christine Kostritza
Schichtenbild: Annette Roemer

Die Energie des Aufbruchs

2020 war das Jahr der Mondin

Wir kamen mit unseren Gefühlen in Kontakt, mit Familienthemen und der Suche nach unseren eigenen Wurzeln. Mit der Mondknotenachse im Krebs/ Steinbock schätzten wir Sicherheit höher ein als unsere Gefühle, was sich jedoch als trügerisch erwies. Das Leben brachte uns dazu, sich unseren Gefühlen und Bedürfnissen zu stellen, mehr Nähe zuzulassen und die Verbindung zur Bluts- oder Seelenfamilie zu stärken. Wichtige, grosse Zyklen endeten im Jahr 2020, neue begannen. Das machte uns deutlich, dass wir uns in einer Schwellenzeit befinden, einer Zeit des Übergangs. Altes löste sich auf und Neues existierte noch nicht oder nur ansatzweise.

2021 ist das Jahr der Saturnia

Vielleicht fragst du dich, wie es zu dieser Zuordnung der Planeten auf die einzelnen Jahre kommt? Diese Zuordnung geht höchstwahrscheinlich auf die ersten Astrologen, die Chaldäer zurück. Das waren sternkundige Babylonier, die um 700 v. Christus lebten. Die Zuordnung der sieben Himmelskörper ergibt sich aus ihren Umlaufzeiten um den ganzen Tierkreis. >>>weiterlesen

 

Text: Karin Hangartner
Bild: Annette Roemer

Rote Traumsamen werfen wir singend in die Luft

Wir tanzen die Farben ins Licht und feiern ein großes Fest.

Ein Fest für die Erde und ihre unendliche Vielfalt, für die Balance von Tag und Nacht, für den Osten mit seinen Adlerschwingen, für die Sonne, die unseren eigenen, wilden Weg erwärmt, für dieses Frühjahrsprickeln, das durch unsere Adern hüpft, für die wunderbaren Geschichten, die uns närrisch umkreisen, für das pralle Leben mit seinen lustvollen Juchzern, für all die knallbunten Ideen, die noch überhaupt keinen Plan haben, für diese freche Weisheit, dass wir immer wieder von vorne anfangen können, für unser brüllendes Vulkan-Gelächter und unsere bebenden Bäuche, für unser umwerfend passgenaues So-Sein und für unser Staunen darüber.

Wir feiern ein großes Frühlingsfest, schmücken die Bäume mit frisch-grünen Bändern, säen rote Traumsamen in die Luft und legen die Quelle in unserem Garten frei. Das Feuer in der Mitte ist neu entzündet!

Text: Christine Kostritza
Schichtbild: Annette Romer

Der Grüne Mann

In längst vergangenen, bald wiederkehrenden Zeiten lebte ein König inmitten von unendlichem Reichtum. Gold, Silber, Edelsteine, Getreide, Fleisch … die Kammern in seiner Burg quollen über. Eine klitzekleine Sache schmälerte allerdings seinen Reichtum, und das war: seine Angst vor dem Ende. Vor dem Tod.

Weil er das Ende draußen vor seinen Burgmauern vermutete, dort wo die Wilden in den Wäldern hausten, setzte er alles daran, diese Mauern zu verstärken. Und wie es so ist, wenn man vor etwas Angst hat: Man zieht dieses Etwas magisch an, umso stärker, je mehr man dagegen ankämpft.

Zum König kam das Etwas in Gestalt eines Loches. Zuerst ganz klein, sodass es ihm fast nicht aufgefallen wäre, hätte nicht seine Angst ihm stetig Warnungen zugeraunt.

Kaum merklich, aber doch ein winziges Bisschen vom königlichen Reichtum rieselte durch ein unbekanntes Loch in den Mauern. Wie Sand durch eine Sanduhr. Panisch ließ er das Loch suchen. Doch je länger seine Diener in den Schatzkammern nach einem Loch wühlten, desto größer schien das Loch zu werden. Immer mehr verschwand auf Nimmerwiedersehen – und immer größere Dinge.   >>>weiterlesen

Text und Illu: Dagmar Steigenberger

Unser eigenes Spinnerinnen-Posthug von der Ideenhebamme. Vielen herzlichen Dank, liebe Sandra für dieses bewegende Geschenk.

Weltreise - Weltenei

Radierung von Ulrike Wodner
auch bekannt unter „Perlhühner und Schweinehunde“.

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