Krebs

Krebs Sternzeichen - Dagmar Steigenberger - Sonne Mond und Erde

♋️ Sternzeichen Krebs – 22. Juni bis 22. Juli

Die Krebs-Zeit im astrologischen Jahreskreis ist die Kindergarten-Zeit in der Natur. Die Tierbabies sind geboren; nun geht es darum, sie auf die Gefahren des Lebens vorzubereiten. Auch wenn Mutter Natur rund um den Sommerbeginn viel Wärme, Licht und Nahrung zu bieten hat: Sie kann den Jüngsten auch gefährlich werden.

 

Die Krebs-Zeit in der Natur

Gewitter haben im Juli großes Unwetter-Potenzial. Hagelkörner, Blitzschlag und örtliche Überschwemmungen drohen gerade den Schwächsten in der Natur zum Verhängnis zu werden.

Und damit meine ich nicht nur die Tierwelt. An den Obstbäumen zeigen die befruchteten Blüten nun schon deutliche Fruchtkörper, die von Hagelkörnern zerschlagen oder vom Sturm abgerissen werden könnten. Aber im Normalfall dürfen sie in der warmen Sonne wachsen, rot und rund werden.

Bei uns Menschen ist die Kinderzeit diejenige, wo die eigenen Bedürfnisse auf soziale Normen treffen – manchmal geht das nicht ganz reibungslos vonstatten. Denn je größer eine Gesellschaft ist, desto komplexer werden auch die Regeln, die es zum Zusammenleben braucht. Der Krebs steht in der Astrologie für das innere Kind, das seine Bedürfnisse anmeldet. Auf sie zu hören ist wichtig. Unreflektiert danach zu handeln, kann zu Konflikten führen.

 

Die Geschichte des Sternbildes Krebs

Am Nachthimmel rund um die Sommersonnwende kannst du das Sternbild des Herkules erkennen (rechts neben dem Sommerdreieck mit den hellen Sternen Vega, Deneb und Altair). Den Krebs sieht man gerade nicht, weil sich die Sonne in seiner Nähe befindet und ihn überstrahlt. Obwohl sie am Himmel so weit voneinander entfernt sind, verbindet Herkules und Krebs eine Geschichte: In der griechischen Mythologie hat der Halbgott Herkules zwölf schier unlösbare Aufgaben zu bewältigen. Eine davon ist der Kampf mit der Hydra, einer Wasserschlange, deren Köpfe immer wieder nachwachsen, egal wie oft Herkules sie abschlägt. Damit nicht genug, schickt Hera, die eifersüchtige Stiefmutter des Herakles, auch noch einen Krebs in den Ring, um Herkules abzulenken. Für den Krebs ist der Kampf aussichtslos: Herkules zertritt ihn einfach, da nützen dem kleinen Tier weder seine Zangen noch sein Panzer. Als Dank für die bedingungslose Loyalität gegenüber der Muttergöttin setzt Hera den Krebs immerhin an den Sternenhimmel.

Die Beziehung zwischen Mutter und Kind ist ein Thema, das Astrologen dem Krebs zuordnen. Wie die Mutter mit den kindlichen Bedürfnissen umgeht, prägt uns bis weit ins Erwachsenenalter hinein. Schickt sie dich in einen aussichtslosen Kampf? Sieht sie dich als Konkurrenz um die Liebe des Vaters, ihres Mannes? Oder schützt sie dich vor krachenden Gewittern? Hält sie dich fest, wenn ein emotionaler Sturm um dich tobt?

 

Gegenpol Steinbock

Der Gegenpol zum Krebs ist der Steinbock. Durch dieses Zeichen wandert der Vollmond, wenn die Sonne im Krebs steht. Auch wenn der Steinbock für seine Härte nicht gerade geliebt wird: Er behält den klaren Durchblick. Er lässt sich nicht ablenken. Weder von Wasserschlangen noch von bösen Stiefmüttern. Mit ihm an der Seite hätte Herkules den kleinen Krebs vielleicht nicht zertreten.

Autorin und Zeichnerin: Dagmar Steigenberger

Zwölf Sternzeichen

Die Astrologie ist eine ziemlich bodenständige Sache, finde ich. Denn eigentlich markieren die Sternzeichen verschiedene Stadien im Jahreszyklus der Natur. Die Babylonier haben diese Parallelen zwischen Sternenhimmel und Naturgeschehen als erste aufgezeichnet. Später ergänzten die Griechen die Deutungen um ihre südeuropäische Sichtweise.

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