Während du das liest, werden Grenzen überschritten, überall. In Reklamefarben leuchtet es von den Bildschirmen der Welt. In Nachrichten. In Reels. In Bildern von Krieg, Machtmissbrauch und Ohnmacht.
Geographische Grenzen.
Körperliche Grenzen.
Emotionale Grenzen.
Und während wir das sehen, reagiert etwas in uns. Oft laut. Oft ganz leise.
Als Unruhe im Bauch.
Als Enge im Hals.
Als Müdigkeit.
Als plötzliche Traurigkeit.
Als Übelkeit, wenn bestimmte Bilder auftauchen.
Denn das Nervensystem lebt nicht im Vakuum. Wenn außen ständig Grenzüberschreitungen sichtbar werden, kann innen etwas mitschwingen.
Vielleicht meldet sich dein Inneres. Vielleicht das kleine Mädchen. Oder der kleine Junge.
Dann sei gut zu dir. Sei milde. Atme einen Moment. Erlaube dir, nach innen zu horchen.
Vielleicht fragst du einfach in dich hinein:
Ich merke, dass etwas in dir gerade unruhig wird?
Hmhm.
Fühlt es sich schwer an?
Hmhm.
Ist da vielleicht Angst?
Hm … ein bisschen.
Weißt du, woher sie kommt?
Nööö … nicht so genau.
Manchmal erinnert der Körper Dinge, die dein Kopf längst vergessen wollte.
Hm.
Du musst das nicht alleine halten.
Hm?
Ich bin jetzt hier. Wir können langsamer werden. Dein Zögern zählt. Dein Unbehagen ist wichtig. Dein Körper darf sprechen.
Hmhm.
Und wenn etwas zu viel ist, dürfen wir einen Schritt zurückgehen. Du musst nichts aushalten, nur weil du es früher musstest.
Hm.
Deine Wut darf da sein. Dein diffuses Gefühl der Trauer auch.
Wir hören jetzt früher hin.
Auf das Zittern.
Auf die Enge im Hals.
Auf die Müdigkeit nach Begegnungen.
Auf das „kleine“ Wegdriften.
Auf das Unbehagen.
Der Körper spricht. Und diesmal glauben wir ihm. Ok? Ich mit dir zusammen – wir hören hin!
Hmhm – ja, Danke!
Deine Grenze muss nicht bewiesen werden. Sie gilt, weil dein Körper sie spürt. Und wenn du sie noch nicht klar spürst, darfst du sie langsam wieder kennenlernen.
Autorin und Schichtbild: Susanna Amberger
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Wir hören hin und spüren hin! Ja, das brauchts mehr denn je. Danke fürs Erinnern!
Ich danke dir – ja erinnern wir gemeinsam! Ein Glitzerndes Befrieden für‘s Große Feld ebenso! Herzgruß
Stark! Ich kann das (noch) nicht in Worte fassen.
Halte deine Grenze! <3
Ja, danke dir Belinda – es ist (auch) für mich immer wieder ein Üben Üben Üben … so schnell überhörfühlseh‘ ich mich …