Freya – Hüterin meiner Meere

Das Meer… das Mehr… das Mehrmeer…

Es ist Zeit, die Fülle und die Vielfalt zu erkennen und sie zu ernten

Es ist Sommer.

Das Fest der Schnitterinnen steht bevor und in meinem Kopf dreht sich zurzeit alles um das Element Wasser. Wasser – mein Element. Vermutlich tauchten deshalb nach der Sommerfeuer-Füchsin ganz oft die Wale und andere Unterwasserwesen auf.

Und was hat das jetzt mit dem Fest der Schnitterinnen zu tun? Mit diesem Fest verbinde ich Dankbarkeit, Ernte, Fülle und die Göttin Freya. Sie ist die Hüterin der heiligen Gewässer und Meere. Sie ist aber auch die Göttin der Liebe, der Magie, der Sexualität und sie ist die Göttin des Lebens und des Todes.

Das kreative Tun in meinem selbstgemachten Funk-Journal, das ist für mich ein Eintauchen in die Fülle und die Vielfalt. Es ist so befreiend und magisch. Ich bin die Hüterin meiner Meere in meinem Journal, in meiner Unterwasserwelt. Da tun sich verborgene Welten auf. Fische, Wale, Boote und noch „meer“.

Tage später bei einer schamanischen Traumreise tauchte ich in eine magische Unterwasserwelt. Da riefen mich ganz laut der Süden und ein Walweibchen. Schon mit den ersten Klängen der Trommel und des wundervollen Gesangs war ich mitten drin in meiner Geschichte.

Das Walweibchen schwebt ruhig in einem See, wie in einer Badewanne. Sie fühlt sich sehr wohl, zufrieden und entspannt. Die vertraute Umgebung gibt ihr Sicherheit und Geborgenheit. Dennoch ist es mit der Zeit eng und ungemütlich.

Sie spürt, dass es Zeit ist, sich auf die Reise zu begeben, um einen neuen Platz zu finden. Sie taucht ab und lässt sich vom Fluss, der vor ihr liegt, in den Süden tragen. Aufgeregt und neugierig schwimmt sie den Fluss entlang. Je näher sie dem Ende des Flusses kommt, umso mulmiger wird es in ihrem Bauch. Sie schwimmt einer großen, weiten Öffnung entgegen. Was sie wohl da erwartet?

Plötzlich ist sie mitten drin. Da ist so viel Platz und es gibt so viel Schönes zu sehen. Die glitzernde Unterwasserwelt in einer Fülle, die sie so noch nicht gesehen hat. Hier möchte sie bleiben und in die Fülle und Vielfalt eintauchen. Und tatsächlich da tut sich da das Meer auf.

Das Meer… das Mehr… das Mehrmeer… die Fülle also.

Jetzt macht das alles plötzlich Sinn. – Meine Journals, meine Bilder, meine Geschichten, Begegnungen und Themenimpulse. Und da ist auch die Antwort, wie das Fest der Schnitterinnen mit meiner Walfrau in Verbindung steht.

Das Schnitterinnenfest steht für tiefe Dankbarkeit und Freude, denn es ist der Beginn der Ernte. Welche Frucht ist aufgegangen? Welche kann ich jetzt ernten? In welchem Lebensbereich hab ich selbstbestimmt gehandelt?

Im August wird dieses Fest der Dankbarkeit, Fülle und Reife gefeiert. Und da kommt nun meine Walfrau ins Spiel. Im See wuchs sie heran und badete sich in Sicherheit und Geborgenheit. Sie schwamm durch den Fluss und in das Meer voller Fülle und Vielfalt. Es ist Zeit, die Fülle und die Vielfalt zu erkennen und sie zu ernten.

Egal in welchem Lebensbereich und in welchen Aspekten des Lebens, die Göttin Freya erinnert mich daran, mein Leben selbstbestimmt zu leben.

Ich bin Frei.

Eure Su – die BooTschafterin

Text und Bilder: Su Albrecht

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Christine

    Liebe Su, schon deinen roten Fuchs fand ganz wunderbar und nun schwimmst du mit dem Wal durchs Magazin. Und so bin ich einfach mal mitgeschwommen, hinein ins grosse Meer, obwohl der See so komfortabel war. Selbstbestimmt ernten oder die Selbsbestimmung ernten – ich habe durch deine Schnitterinnen-Geschichte beides gefunden. Vielen lieben Dank. Christine Kostritza

  2. Su

    Liebe Christine, ich bin erst jetzt drauf gekommen, das hier Kommentar zu lesen sind. Ich freu mich so sehr über dein Feedback und deine Worte.
    Es berührt mich wenn ich mit meinen BooTschaften und Zeichnungen Menschen in meine Welt mitnehmen kann.
    Herzliche Grüße aho
    SU