Sie steht hinter den Zeilen,
die Männer einst schrieben.
Nicht gefügig, nicht klein,
sondern weise,
mit Flammen im Haar
und einem Lächeln,
das Jahrhunderte überdauert.
Sie ist nicht die,
die angebetet werden will –
sie ist die,
die erinnert werden muss.
Die alte Formel ruft sie:
Gegrüßet seist du, Maria …
– und sie antwortet
nicht mit Scheu,
sondern mit innerem Licht.
Was nützt es mir,
dass Christus vor 2000 Jahren geboren wurde,
wenn er nicht auch in meiner Seele geboren wird?
(Meister Eckhart, um 1260-1328)
Sie –
die kleine Soferl –
lächelt.
Schmunzelt.
Wissend.
So wie Würde-Frauen schmunzeln.
Leaderinnen des Herzens,
die das Leben führen,
und manchmal
zu viel tragen müssen –
weil sie’s können.
Ihr Name, kam einfach so.
Doch wer hinhört,
könnte darin das Echo
eines fernen Flüsterns wahrnehmen –
zwischen Sophia, der Ur-Weisheit,
und Maria, der großen Erdenmutter.
Denn, manchmal, ruft die Seele Namen,
lange bevor ich – wir – sie verstehen.
Und du?
Was siehst du in deinem Blick,
wenn du dich erinnerst,
dass Würde auch leise sein kann,
und dennoch tief verankert?
Autorin und Bild: Susanna Amberger – LaSüSü
https://spinnerinnen.ch/susanna-amberger/
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